Wachsender biogener Anteil im Treibstoff:
Biodiesel – harmlose Kraftstoffalternative?
(openPR) - Ulm-Lehr, den 12. Februar 2007. Seit 01.01.2007 wird
Diesel-Kraftstoff mit einem Anteil von 4,4% Biodiesel, Ottokraftstoff mit 2,0%
Bioethanol versetzt. Diese biogenen Kraftstoffe dürfen aufgrund ihrer
spezifischen Eigenschaften nur von durch den Hersteller freigegebenen, bzw.
speziell umgerüsteten Fahrzeugen in ihrer Reinform getankt werden. Hat eine
Beimischung der biogenen Kraftstoffe folglich negativen Einfluss auf die
Kraftstoffqualitäten und auf herkömmliche Diesel- und Ottomotoren?
Die Beimischung des biogenen Kraftstoffes ist nicht neu. Bereits seit 2005
wurden dem fossilen, zum Transport eingesetzten Treibstoff geringe
Prozentanteile an Biodiesel und Bioethanol beigemengt.
Biodiesel
(RME=Rapsölmethylester), der dem herkömmlichen fossilen Diesel beigemischt wird,
ist aggressiver als der aus Erdöl gewonnene Diesel-Kraftstoff. Je mehr
Biodiesel-Anteil nun zum konventionellen Dieselkraftstoff beigemengt wird, desto
mehr kann sich dieser aggressiv und korrosiv gegenüber Dichtelementen und
Kraftstoffleitungen verhalten. Auch die Alterungsstabilität des Kraftstoffes
kann durch Biodiesel vermindert werden. So sollte Biodiesel nicht länger als ein
halbes Jahr gelagert werden, da er sonst instabil wird.
Dem Ottokraftstoff
wird Bioethanol beigemischt. Bioethanol wird aus nachwachsenden Rohstoffen, wie
Mais, Kartoffeln, Roggen oder Zuckerrüben gewonnen. Auch Bioethanol weist im
Gegensatz zum fossilen Ottokraftstoff in seiner Reinform abweichende
Eigenschaften auf, wie bspw. einen veränderten Dampfdruck, der zu
Wassereinlagerungen im Kraftstoff führen kann.
Fahrzeuge, die seitens
der Hersteller nicht speziell ausgerüstet und freigegeben sind, können also
nicht mit reinem Biodiesel oder Bioethanol betankt werden, ohne gravierende
Schäden am Kfz zu riskieren. In Zukunft sollen die biogenen Anteile am
Kraftstoff noch weiter steigen. Wird der steigende Anteil an Biodiesel im
herkömmlichen Treibstoff auch Einfluss auf die Leistung und Lebensdauer unserer
Kfz nehmen?
Zwar sind dank entsprechender DIN-Regelungen, die auf
Engagement der Fahrzeughersteller, der Mineralölindustrie und Behörden
festgelegt wurden, Mindestanforderungen und Qualitätskriterien für in
Deutschland erhältliche Kraftstoffe vorgeschrieben. Mit der Beigabe zusätzlicher
Hilfsstoffe (Additive) seitens der Kraftstoffhersteller sowie entsprechenden
Reinigungs-, und Kontrollvorkehrungen seitens der Tankstellen, wird bereits eine
hohe, wenn auch kostenintensive, Qualität gewährleistet. Sofern mit biogenen
Kraftstoffen versetztes Benzin in Deutschland flächendeckend in gleicher
Qualität vertrieben wird, können entsprechende Verschleißerscheinungen vermieden
werden. Der flächendeckende Einsatz ist mangels der ausreichenden Verfügbarkeit
von Bioethanol und Biodiesel jedoch aktuell noch schwer realisierbar.
Dem Verbraucher bleibt somit nur, sich vorsorglich gegen mögliche
Verschleißerscheinungen seines PKW zu schützen. Durch die Anwendung
entsprechender Hilfsstoffe, den so genannten Kraftstoffadditiven, wie bspw. BIO
DIESEL ADDITIV von LIQUI MOLY, können eventuelle Nachteile der biogenen
Kraftstoffe überwiegend kompensiert oder zum Teil mehr als verbessert werden.
Additive sind grundlegende Bestandteile der in Deutschland erhältlichen
Kraftstoffe. Je nach Anteil der Additive variiert auch die Qualität der
Kraftstoffe. Mit zusätzlichen Beigaben an speziellen Additiven kann sich der
Kfz-Fahrer folglich vorsorglich vor negativen Auswirkungen durch minderwertige
Kraftstoffe schützen. Die Additive werden einfach dem Kraftstoff im Tank
beigemischt.
Quelle:openPR.de
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